Menschen aus dem Dorf und Menschen aus der Stadt verstehen sich längst nicht immer. Man guckt sich ein bisschen argwöhnisch und schief an und glaubt, die/der andere sei irgendwie seltsam. Schon die Kleidung ist anders, die Gesprächsthemen sind nicht dieselben, die Probleme unterschiedlich.
Auf dem Dorf hat man eher seine Ruhe, deshalb glauben die Leute von hier, dass Ruhe die wichtigste Sache der Welt sei. In der Stadt ist viel mehr los, infolge dessen finden Städter jede Abwechslung lebensnotwendig. Im Grunde genommen aber sind beide ein bisschen neidisch aufeinander.
Wenn dann einer aus der Provinz in die Großstadt kommt, will er etwas erleben. So auch Wolfgang Klingebiel, der aus einer winzig kleinen Ansiedlung von Menschen zu Besuch in Berlin auftaucht. Merkwürdigerweise findet er eines besonders spannend: Er möchte eine so genannte „Irrenanstalt“ von innen sehen. Sein Neffe Phillip soll ihm diesen Wunsch erfüllen, sonst würde dieser kein dringend gebrauchtes Geld von seinem Onkel erwarten können.
Und so heckt er mit seinem Freund Christoph Kiesling einen abenteuerlichen Plan aus. Dabei spielt das kleine Familienhotel Schöller eine große Rolle, natürlich ohne Wissen der meisten Beteiligten. Dass jedes Ereignis in Berlin ein Nachspiel hat, ahnt ebenfalls noch keiner.
Crème frech ist das Einbecker Theaterprojekt, das inzwischen schon seit Jahren im Kellerfoyer der Realschule zu Gast ist. In diesem Jahr steht die Komödie „Hotel Schöller“ auf dem Programm, die ursprünglich von C. Laufs stammt. Rolf-D. Bartels, Autor, Mitspieler und Regisseur, hat sie gründlich entrümpelt und in die heutige Zeit übertragen. Die Akteure stammen ursprünglich zum großen Teil aus Einbeck und Umgebung, reisen aber inzwischen von weit her zu den Proben und Aufführungen an, so z.B. aus Northeim, Braunschweig, Hannover, Paderborn, Marburg.
Wir hoffen auf ein volles Haus im schon fast legendären Kellerfoyer der Löns-Realschule Einbeck, Hubeweg 39-41. Wir spielen am
5. und 6. März 2010, um 19.30 Uhr.
