Löns-Sanitäter üben mit der Bergwacht

Im Sanitätsdienst der Löns-Realschule ist es üblich, dass Verletzungen zu Übungszwecken von erfahrenen Sanitätern möglichst realistisch dargestellt werden. Dabei geht es nicht nur um die richtige Schminktechnik, damit Wunden täuschend echt nachgebildet werden können. Sondern vor allem um ein angemessenes Verhalten des Übungsverletzten, das den Fähigkeiten des an ihm übenden Helfers entspricht.

Zunehmend ist dieses spezielle Know-How einiger Löns-Sanitäterinnen auch bei außerschulischen Organisationen gefragt. Bereits vor einigen Monaten nahmen Mitglieder des Sanitätsdienstes während einer Fachtagung über „Rettung aus dem Seil“ der Grubenarchäologischen Gesellschaft (GAG) in Banteln bei Alfeld als Übungsverletzte teil.

Nun haben sich mit Hanna Stolte und Verena Stahlmann wiederum zwei erfahrene Verletztendarstellerinnen der Löns-Realschule in ihrer Freizeit für eine Übung zum Thema „Untertagerettung“ zur Verfügung gestellt. Diese fand im Rahmen des 5. Altbergbaukolloquiums der GAG in Zusammenarbeit mit der Bergwacht Harz (Bereitschaft Hüttenrode) in Sankt Andreasberg statt.

In drei unterschiedlichen Szenarien wurde davon ausgegangen, dass Jugendliche sich unberechtigt Zugang zum Lehrbergwerk „Grube Roter Bär“ verschafft hatten und untertage verschollen waren. Gemeinsam mit der Fachgruppe „Gruben- und Höhlenrettung“ der Bergwacht sollte ein aus dem ganzen Bundesgebiet angereistes Helferteam die Vermissten auffinden und unter teils extremen Bedingungen ans Tageslicht bringen.

So musste die Trage mit dem Verletzten durch Engstellen und über herum stehendes Gerät bugsiert und mit einem Flaschenzug in einem Schacht hinauf gezogen werden.

„Eine wirklich professionelle Leistung der beiden Geschädigtendarstellerinnen“ urteilte Friedhelm Cario, Bereitschaftsleiter der Bergwacht. „Die waren einfach spitzenmäßig, haben den Helfern ganz schön eingeheizt und sie auf Trab gehalten.“

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